Die nächsten 60 Minuten Niederschlag
Unser Radar zeigt nicht nur, wo es gerade regnet, sondern auch, wo in den nächsten 10, 30 oder 60 Minuten voraussichtlich Niederschlag aufzieht. Dafür kombinieren wir Radar-Daten aus 14 Ländern zu einem nahtlosen Europa-Mosaic und schicken sie durch unseren eigenen Nowcast-Algorithmus.
Erstmal die BasisWas Wetterradar eigentlich ist
Ein Wetterradar sendet kurze Mikrowellenpulse in den Himmel und misst, was zurückgestreut wird. Regentropfen, Schneeflocken und Hagel reflektieren diese Pulse — je größer und dichter, desto stärker das Echo. Daraus entsteht das bekannte bunte Bild: Blau = leichter Niederschlag, Grün = mittel, Gelb/Rot = kräftig, Violett = extrem.
Jedes Land betreibt sein eigenes Radar-Netzwerk. Spanien (AEMET), Deutschland (DWD), Frankreich (Météo-France) — jeweils eigene Geräte, eigene Formate, eigene Update-Frequenzen. Wer ein Europa-Bild will, muss diese Puzzleteile selbst zusammensetzen. Genau das machen wir.
Unser Europa-Mosaic
14 nationale Radar-Netze in einer KarteDaten holen
Alle 5 Minuten ziehen wir Roh-Radar-Composites von 14 nationalen Wetterdiensten.
Reprojizieren
Jedes Land liefert eine andere Projektion. Wir transformieren alles in ein einheitliches Raster.
Zusammenführen
An Grenzen werden Werte gewichtet überblendet, damit keine harten Kanten entstehen.
WebP-Tiles
Das Mosaic wird in WebP-Tiles gerendert und sofort an dein Gerät ausgeliefert.
Dabei unterscheidet unser Nowcast zwischen Regen und Schnee.
Letzte Daten je Land
Live aus dem Mosaic — welches Land wann zuletzt geliefert hatAktualisiert sich automatisch alle fünf Minuten. Zeiten in deiner Ortszeit.
Und in den USA
Radar für NordamerikaNicht nur Europa: Für die USA binden wir das nationale Radar-Mosaik MRMS von NOAA ein. Es deckt das Festland, Alaska, Hawaii, Guam und die Karibik ab — mit rund 1 km Auflösung und Aktualisierung im Minutentakt.
Das US-Radar zeigt mehr als nur Regen: Es unterscheidet Regen, Schnee und Hagel und schätzt sogar die Hagelkorn-Größe. Und wie in Europa liefert auch hier ein Nowcast die nächsten 60 Minuten. Auf der Karte kannst du oben zwischen Europa und USA umschalten.
Nowcast oder Vorhersage — was ist der Unterschied?
Kurz erklärt„Nowcast" ist ein Kunstwort aus now (jetzt) und forecast (Vorhersage) — die Vorhersage für das Jetzt und die allernächste Zeit, meist wenige Minuten bis etwa zwei Stunden.
Eine klassische Wettervorhersage rechnet mit physikalischen Modellen Tage im Voraus — großräumig und mit langem Vorlauf. Ein Nowcast macht das Gegenteil: Er nimmt das, was das Radar gerade jetzt sieht, und schreibt die Bewegung minutengenau fort. Für „Erwischt mich der Schauer in 20 Minuten noch?" ist er deshalb treffsicherer als jedes Modell — für „Wie wird das Wetter übermorgen?" braucht es die klassische Vorhersage.
Der NowcastWie wir wissen, wo der Regen in 30 Minuten ist
Stell dir vor, du beobachtest eine Regenwolke aus dem Fenster. Du siehst, in welche Richtung sie zieht und wie schnell — und kannst ziemlich gut abschätzen, ob sie dich gleich erwischt. Genau das macht ein Nowcast, nur eben für ganz Europa und in 5-Minuten-Schritten.
Der Trick: Wir vergleichen das aktuelle Radarbild mit den vorangegangenen Aufnahmen. Aus den Bewegungen aller Niederschlagsgebiete rechnen wir hoch, wo sie in 10, 20, 30 … bis 60 Minuten sein werden. Wir verlassen uns dabei nicht nur auf die reine Verschiebung — sondern auch darauf, wie Strukturen wachsen, zerfallen oder sich drehen.
Wie treffsicher ist unser Nowcast?
Nachgemessen an echten Radardaten – ein Wochenende über Deutschland und SpanienWir prüfen unseren Nowcast gegen die Realität: Die Vorhersage von vor 15, 30 und 60 Minuten wird mit dem verglichen, was das Radar dann tatsächlich gemessen hat. Das Ergebnis: Bei großräumigem Regen liegt die Zugrichtung für die nächste halbe Stunde sehr gut – auf dem Niveau anerkannter wissenschaftlicher Verfahren. Je weiter voraus und je kleiner eine einzelne Gewitterzelle, desto unschärfer wird es.
In diesem Beispiel: 92 % der Regenflächen 30 Minuten im Voraus getroffen.
In diesem Beispiel: 91 % der Regenflächen 30 Minuten im Voraus getroffen.
In diesem Beispiel: 87 % der Regenflächen 30 Minuten im Voraus getroffen.
Trefferquote = Anteil der tatsächlich verregneten Fläche, den der Nowcast erfasst hat. Gemessen an den echten Radardaten; einzelne Beispiele, nicht der Durchschnitt aller Wetterlagen.
Was ein Nowcast nicht kann
Ehrlich gesagtEin Nowcast ist keine Wettervorhersage. Er rechnet nur fort, was das Radar gerade sieht. Drei Grenzen, die du kennen solltest:
- Neue Zellen: Schauer, die noch nicht existieren, kann auch unser Algorithmus nicht „erfinden".
- Genauigkeit fällt mit der Zeit: bei +10 Min meist sehr gut, bei +60 Min nur noch grobe Tendenz.
- Konvektion bleibt schwer: einzelne Gewitterzellen ändern sich manchmal in 15 Minuten komplett.
Jetzt selbst ausprobieren
Live-Radar mit Nowcast direkt auf der Karte — inklusive Blitzen und Zeitleiste.