Die Zahl der Todesopfer des Waldbrandes Los Gallardos in Almería ist auf 11 gestiegen. Sechs weitere Todesfälle im Brandgebiet wurden von den Katastrophenschutzbehörden bestätigt.
Der Minister für Präsidialangelegenheiten, Gesundheit und Katastrophenschutz, Antonio Sanz, erklärte, dies sei „der verheerendste Brand, den unsere Region je erlebt hat“ und bezeichnete die Situation als „beispiellose Tragödie“. Er sprach den Familien sein Beileid und das der gesamten Regionalregierung aus. „Der Schmerz ist unermesslich. Andalusien trauert, und unsere Gedanken sind bei Almería und allen Betroffenen.“
Aktuell sind rund 150 Einsatzkräfte im Einsatz: 16 Waldbrandbekämpfungsteams, zwei Einsatztechniker (TOP), zwei Brandbekämpfungstechniker (TEX), ein Umweltschutzbeauftragter (AMA), ein stellvertretender Leiter des regionalen oder provinziellen Einsatzleitungszentrums (COR/COP), vier Löschfahrzeuge, eine Waldbrandmedizinische Einheit (UMIF), ein Waldbrand-Einsatzleitungsteam (EMIF) und eine Einheit des Notfallnetzwerks der andalusischen Regionalregierung (REJA).
Es sei darauf hingewiesen, dass der Regionalminister gestern, Donnerstag, um 22:37 Uhr den Notfallplan aufgrund der Entwicklung und des hohen Gefahrenpotenzials des am Nachmittag in der Gemeinde Los Gallardos in Almería ausgebrochenen Feuers auf die Einsatzstufe 2 angehoben hat.
Die Militärische Notfalleinheit (UME) wurde ebenfalls aktiviert und mit 150 Mann eingesetzt, um gemeinsam mit Infoca (dem andalusischen Waldbrandpräventions- und -bekämpfungsdienst), der Feuerwehr und dem übrigen Einsatzteam zu arbeiten.
Die Bewohner der Stadtteile Almocáizar, Fuente del Albarico, Los Pinos und La Serena sowie des Gebiets Pinar in der nahegelegenen Stadt Bédar sind weiterhin evakuiert. Eine Frau erlitt Verbrennungen und wurde ins Krankenhaus Torrecárdenas gebracht. Eine weitere Person wurde wegen Rauchvergiftung behandelt und ebenfalls in dasselbe Krankenhaus eingeliefert. Vier weitere Personen wurden vor Ort wegen Atemwegsproblemen und leichter Verbrennungen behandelt.
Im Zentrum für Darstellende Künste werden insgesamt 54 Personen von den Einsatzkräften vor Ort versorgt.
Die Autobahn A-7 ist zwischen Kilometer 709 und 714 in Richtung Norden weiterhin gesperrt, ebenso die N-340A in der Nähe des Brandherds.
Die Notrufzentrale EMA 1-1-2 hat über 150 Anrufe von Bürgern entgegengenommen, die den Brand meldeten. Die ersten Anrufe gaben an, dass sich die Flammen bei Kilometer 511 der Autobahn N-340A befanden. In den ersten Meldungen gaben Anrufer an, dass eine Stromleitung umgestürzt sei und einen Brand verursacht habe, der sich rasch auf das Waldgebiet nahe der Straße ausgebreitet habe. Die Notfallleitstelle alarmierte daraufhin das Provinzielle Einsatzzentrum (COP) von Infoca (dem andalusischen Waldbrandbekämpfungsdienst), die Feuerwehr, die Guardia Civil, die der Region zugeordnete Einheit der Nationalpolizei, die Andalusische Katastrophenschutzgruppe (GREA) und den Energieversorger.