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61 Tage Hitzewelle: Spanien erlebt den heißesten Sommer der Messreihe

Aemet zieht Bilanz: 24,5 °C im Landesmittel, 61 Tage unter Hitzewellenbedingungen und der wärmste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen 1961.

Sommerbilanz 2026 für Spanien
61 Tage mit Hitzewellenbedingungen – so viele wie nie zuvor: Die spanische Wetterbehörde Aemet hat am Mittwoch die Bilanz des Sommers 2026 vorgelegt. Die 61 Tage verteilen sich auf vier Hitzewellen auf der Iberischen Halbinsel und den Balearen und übertreffen den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2022 mit 41 Tagen deutlich. Auf den Kanarischen Inseln kam eine fünftägige Hitzewelle hinzu.

Der Sommer 2026 war zugleich der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Hervor sticht dabei vor allem die außergewöhnlich lange Dauer der extremen Temperaturen: Die hochsommerlichen Bedingungen beschränkten sich nicht auf Juni, Juli und August. Bereits im Mai trat eine Phase mit sehr hohen Temperaturen auf, und auch im September wurde noch eine Hitzewelle registriert.

Der heißeste Sommer seit Beginn der Messreihe

Nach Angaben von Aemet war der Sommer 2026 – bestehend aus Juni, Juli und August – der wärmste seit Beginn der spanischen Messreihe im Jahr 1961.

Die landesweite Durchschnittstemperatur betrug 24,5 °C. Damit lag sie um 0,3 °C über dem bisherigen Rekordsommer 2025 und sogar 2,4 °C über dem Mittel des Referenzzeitraums 1991 bis 2020.

Alle zehn wärmsten Sommer der gesamten Messreihe traten im 21. Jahrhundert auf. Sieben der acht heißesten wurden seit 2015 registriert.

Rekord: 61 Tage unter Hitzewellenbedingungen

Das auffälligste Merkmal des Sommers 2026 war zweifellos die außergewöhnliche Beständigkeit der Hitze. Auf der Iberischen Halbinsel und den Balearen wurden insgesamt 61 Tage mit Hitzewellenbedingungen gezählt – ein absoluter Rekord.

Damit wurden die bisherigen 41 Tage aus dem Jahr 2022 und die 36 Tage aus dem Jahr 2025 deutlich übertroffen. Das bedeutet: An ungefähr zwei von drei Sommertagen herrschten in Spanien außergewöhnlich hohe Temperaturen.

Hochsommer schon im Mai – und noch im September

Bemerkenswert ist außerdem, dass sich die hochsommerlichen Bedingungen weit über den meteorologischen Sommer hinaus erstreckten. Bereits Ende Mai wurden in weiten Teilen Spaniens Temperaturen gemessen, die sonst eher für den Juli typisch sind.

Auch im September, also bereits im meteorologischen Herbst, trat erneut eine Hitzewelle auf. Nach vorläufigen Angaben dauerte sie vom 2. bis 7. September, also sechs Tage, und betraf 16 Provinzen. In ihr fiel auch der von Aemet bestätigte September-Rekord von 45,7 °C in El Granado.

Es handelt sich erst um die fünfte im September registrierte Hitzewelle überhaupt. Frühere gab es 1987, 1988, 2006 und 2016.

Auch die Kanarischen Inseln waren betroffen

Auf den Kanarischen Inseln wurde 2026 bislang eine Hitzewelle registriert. Sie dauerte vom 1. bis 5. August und betraf beide Provinzen des Archipels.
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