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Starkregen im Osten Spaniens: lokal über 150 Liter in sechs Stunden

AEMET-Sonderinformation vom 30. September 2026: Von Donnerstag bis Montag drohen kräftige Schauer, lokal mehr als 150 Liter in weniger als sechs Stunden.

Vorhergesagte Niederschlagsmenge für Freitag, 2. Oktober 2026 (ICON-EU) Karte: meteo365.es
Madrid, 30. September 2026 – Der spanische Wetterdienst AEMET hat am Mittwochnachmittag eine Sonderinformation zu einer bevorstehenden Unwetterlage herausgegeben. Betroffen ist vor allem das östliche Drittel der Iberischen Halbinsel. Die Wetterlage beginnt nach Einschätzung von AEMET am Donnerstag, 1. Oktober, und dürfte mindestens bis Montag, 5. Oktober, anhalten. Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten der beschriebenen Situation wird mit 70 Prozent angegeben.

Schwerpunkt zunächst an der Mittelmeerküste

Auslöser der Wetterverschärfung ist zunächst eine Front, die am Donnerstag im Zusammenhang mit einem kräftigen Tief über dem Nordatlantik von Westen nach Osten über Spanien hinwegzieht. Dahinter strömt in höheren Luftschichten kältere Luft ein. Gleichzeitig gelangt vom Mittelmeer sehr feuchte Luft in den Osten und Nordosten Spaniens.

Ab Donnerstagmittag sollen die Niederschläge zunächst im östlichen Landesinneren einsetzen und sich anschließend in Richtung Mittelmeerküste ausbreiten.

Besonders im Fokus stehen Castellón, Valencia, die nördliche Küste der Provinz Alicante sowie der Süden Tarragonas. Auch angrenzende Gebiete der Provinzen Lleida, Teruel und Cuenca können betroffen sein. Dort können die Schauer örtlich sehr kräftig ausfallen.

Mehr als 150 mm in weniger als sechs Stunden möglich

Besondere Aufmerksamkeit verdient dabei nicht nur die Intensität, sondern auch die mögliche Dauer der Niederschläge.

Nach Angaben von AEMET können die Niederschläge insbesondere vom späten Donnerstag bis in die erste Hälfte des Freitags anhaltend ausfallen. Das gilt vor allem für küstennahe Gebiete und das Hinterland der Mittelmeerküste.

Lokal sind dabei Niederschlagsmengen von mehr als 150 Millimetern innerhalb von weniger als sechs Stunden möglich. 150 Millimeter entsprechen 150 Litern Wasser pro Quadratmeter.

AEMET weist deshalb ausdrücklich auf die Gefahr plötzlicher lokaler Überschwemmungen hin. Besonders gefährdet sind tiefer gelegene Gebiete sowie Bäche und die für den spanischen Mittelmeerraum typischen Ramblas, die sich bei Starkregen innerhalb kurzer Zeit in reißende Wasserläufe verwandeln können. Der Wetterdienst stuft das potenzielle Gefahrenniveau dieser Wetterlage als hoch ein.

Auch die Balearen könnten betroffen sein

Im weiteren Verlauf rücken auch die Balearen in den Fokus. Dort sind insbesondere ab den späten Stunden des Freitags kräftige Gewitter und örtlich starke bis sehr starke Schauer möglich.

Am Wochenende sollen Niederschläge in größeren Teilen der Iberischen Halbinsel auftreten. Die höchsten Mengen werden weiterhin eher im Osten erwartet, allerdings rechnet AEMET derzeit mit geringeren Intensitäten und Mengen als während der besonders kritischen Phase am Donnerstag und Freitag.

DANA könnte die Wetterlage bis Montag verlängern

Zusätzlich wird die weitere Entwicklung meteorologisch interessant: Ab Sonntag erwartet AEMET die mögliche Abtrennung eines Höhentiefs, einer sogenannten DANA, westlich der Iberischen Halbinsel.

Dadurch dürfte die Atmosphäre über Spanien und den Balearen weiterhin instabil bleiben. Gleichzeitig nimmt allerdings die Unsicherheit der Prognose deutlich zu. Bereits kleinere Veränderungen bei Lage und Entwicklung der beteiligten Wettersysteme können darüber entscheiden, wo letztlich die größten Niederschlagsmengen fallen.

Deshalb sollte man sich derzeit nicht ausschließlich auf einzelne Niederschlagssummen oder Modellberechnungen für das Wochenende verlassen.

Radar und NowCast: Entwicklung aufmerksam verfolgen

Für Bewohner und Urlauber insbesondere in Valencia, Castellón, im Norden der Provinz Alicante, im Süden Tarragonas und später möglicherweise auf den Balearen gilt daher: Die weitere Entwicklung sollte in den kommenden Tagen aufmerksam verfolgt werden.

Gerade bei konvektiven Starkregenlagen können große Unterschiede auf vergleichsweise kurzer Distanz auftreten. Wo kräftige Gewitter wiederholt über dieselben Gebiete ziehen, können die Niederschlagsmengen innerhalb weniger Stunden erheblich steigen.AEMET kündigte an, seine Sonderinformation am Donnerstag zu aktualisieren. Aufgrund der bestehenden Unsicherheiten empfiehlt auch der spanische Wetterdienst ausdrücklich, die aktuellen Vorhersagen und amtlichen Warnungen regelmäßig zu verfolgen.

Stand: 30. September 2026, 14:21 Uhr. Quelle der amtlichen Sonderinformation: AEMET, Ausgabe vom 30. September 2026, 13:46 Uhr.
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