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Erdbeben & Stürme

Wenn die Erde wackelt oder der Hurrikan kommt — wir sehen es sofort

Erdbeben und tropische Wirbelstürme passieren plötzlich. Damit Du nicht erst über Twitter davon erfährst, betreiben wir zwei eigene Live-Pipelines: eine sammelt seismische Ereignisse von vielen offiziellen Netzwerken weltweit, die andere verfolgt Hurrikans, Taifune und Zyklone weltweit aus vier offiziellen Quellen — alles in einer einzigen Karte.

Erdbeben- und Sturm-Karte in einer Ansicht
11Seismische Netzwerke
4Sturm-Quellen
~1 minAktualisierung
24/7Automatisch, ohne Pause

Teil 1 · Erdbeben weltweit

Elf Netzwerke, eine Karte

Was wir tunViele Augen statt einer einzigen Quelle

Es gibt nicht das eine Erdbeben-Verzeichnis. Jedes Land misst mit eigenen Stationsnetzen, vergibt eigene Magnituden und veröffentlicht zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Ein Beben in Granada steht oft zuerst beim spanischen IGN, ein Beben in der Türkei beim KOERI, ein Atlantik-Beben beim amerikanischen USGS, ein Beben in Neuseeland bei GeoNet.

Statt uns auf eine einzige Quelle zu verlassen, fragen wir parallel viele große Netzwerke ab — global wie regional. So bist Du in der Regel innerhalb weniger Minuten nach dem Ereignis informiert, egal in welchem Teil der Welt es passiert. Zusätzlich integrieren wir Tsunami-Warnungen von NOAA und JMA und die GDACS-Alert-Level, die abschätzen, wie schwer die Auswirkungen eines Bebens vermutlich sein werden.

Weltweite Erdbeben-Karte, gespeist aus vielen seismischen Netzwerken

So entsteht die Erdbeben-Liste

Vier Schritte, alle 60 Sekunden

Quellen abfragen

Parallele Abrufe bei allen globalen und regionalen Netzwerken — jeweils in deren nativem Feed-Format.

Normalisieren

Magnitudentypen, Tiefe, Zeitzonen, IDs — alles wird in ein einheitliches Schema überführt.

Mergen & deduplizieren

Dasselbe Beben taucht oft in mehreren Quellen auf. Wir erkennen Duplikate räumlich-zeitlich.

Veröffentlichen

Frische Liste landet sofort in der API und auf der Karte — inklusive Quellen-Kennzeichnung.

Wie misst man eigentlich ein Erdbeben?

Von der Bodenvibration zur Zahl auf der Karte

Wenn die Erde bebt, breiten sich seismische Wellen durch den Untergrund aus — wie Wellen auf einem Teich, nur in alle Richtungen gleichzeitig. Ein Seismograph erfasst diese Wellen: ein träges Gewicht hängt frei, während sich der Boden darunter bewegt. Die Differenz wird als Zickzack-Kurve aufgezeichnet — das bekannte Seismogramm.

Jede Messstation registriert zuerst die schnelle P-Welle (Primärwelle, Druck), dann die langsamere S-Welle (Scherwelle). Aus der Zeitdifferenz lässt sich die Entfernung zum Epizentrum berechnen. Drei oder mehr Stationen reichen, um durch Triangulation den genauen Ort zu bestimmen — und erst aus den Amplituden ergibt sich die Magnitude.

Seismograph mit P- und S-Wellen

Richter, Mw, Ml — was bedeuten die Magnituden?

Die berühmte Richter-Skala stammt von 1935 und war ursprünglich nur für Beben in Kalifornien gedacht. Heute werden meist modernere Skalen verwendet — alle aber so kalibriert, dass die Zahlenwerte vergleichbar bleiben:

  • Mw — Moment-Magnitude: heute der internationale Standard. Basiert auf der freigesetzten Energie und funktioniert auch bei den stärksten Beben zuverlässig.
  • Ml — Lokale Magnitude (klassische „Richter-Skala"): gut für kleinere Beben innerhalb einer Region.
  • mb — Body-Wave-Magnitude: aus den schnellen P-Wellen gemessen, häufig bei Tiefbeben verwendet.

Wichtig zu wissen: Die Skala ist logarithmisch. Ein Beben der Stärke M6 setzt etwa 32-mal so viel Energie frei wie ein M5 — und rund 1.000-mal so viel wie ein M4. Deshalb fühlen sich „nur" 1–2 Punkte Unterschied so dramatisch an.

Bei mehreren Quellen für dasselbe Beben übernehmen wir bevorzugt die Moment-Magnitude (Mw); ist sie noch nicht verfügbar, zeigen wir Ml oder mb mit entsprechendem Quellen-Hinweis. Auf der Karte siehst Du die Magnitude farbkodiert: grün für M2, gelb für M3, orange für M4, rot für M5 und violett ab M6.

Tektonische Platten — warum die Erde überhaupt bebt

Der Boden unter unseren Füßen bewegt sich. Wirklich.

Die äußere Schale der Erde ist nicht ein einziger Steinpanzer, sondern besteht aus rund einem Dutzend großer Lithosphärenplatten, die auf dem zähflüssigen Erdmantel schwimmen. Diese Platten bewegen sich langsam, aber stetig — wenige Zentimeter pro Jahr, etwa so schnell, wie Deine Fingernägel wachsen.

Wo Platten aufeinandertreffen, sich aneinander vorbeischieben oder auseinanderdriften, baut sich Spannung auf. Wird diese Spannung plötzlich freigesetzt, entsteht ein Erdbeben. Genau dort entstehen auch Vulkane, Tiefseegräben und Gebirge.

Deshalb sind Erdbeben nicht zufällig verteilt: über 90 % aller Beben passieren entlang der Plattengrenzen — etwa am „Pazifischen Feuerring" rund um den Pazifik, im Mittelmeerraum zwischen afrikanischer und eurasischer Platte oder am mittelatlantischen Rücken.

Auf unserer Erdbeben-Karte kannst Du die Plattengrenzen als Linien einblenden — und wirst sofort sehen, wie eng sich die Beben der Welt an ihnen entlang reihen. Eine sehr greifbare Demonstration der Plattentektonik in Aktion.

Karte der tektonischen Platten

Teil 2 · Tropische Wirbelstürme

Hurrikans, Taifune, Zyklone — weltweit

Was wir tunJeder Wirbelsturm hat einen offiziellen Beobachter

Anders als bei Erdbeben gibt es bei tropischen Wirbelstürmen klare Zuständigkeiten: der NHC in Miami beobachtet Hurrikans im Atlantik und Ostpazifik, der japanische JMA ist für den Westpazifik zuständig (Taifune), und das EU-System GDACS bündelt globale Warnungen. Zusätzlich rechnen wir mit dem ECMWF-Modell prognostizierte Zugbahnen.

Was Du auf unserer Karte siehst: aktive Stürme mit aktueller Position, Best-Track der bisherigen Bewegung, prognostizierte Bahn und der berühmte Cone of Uncertainty — also der Bereich, in dem das Zentrum mit hoher Wahrscheinlichkeit liegen wird.

Sturm-Tracker mit aktiven Hurrikans

Saffir-Simpson — und warum es Farben braucht

Kategorien 1 bis 5, plus tropischer Sturm und Depression

Die Saffir-Simpson-Skala teilt Hurrikans nach ihrer maximalen Windgeschwindigkeit in fünf Kategorien ein — plus die schwächeren Tropischen Stürme und Depressionen darunter. Auf unserer Karte siehst Du die Kategorie sofort an der Farbe:

  • Türkis — Tropische Depression (< 61 km/h)
  • Grün — Tropischer Sturm (< 118 km/h)
  • Gelb — Hurrikan Kat. 1 (< 153 km/h)
  • Orange — Hurrikan Kat. 2 (< 177 km/h)
  • Rot — Hurrikan Kat. 3 (< 208 km/h)
  • Dunkelrot — Hurrikan Kat. 4 (< 251 km/h)
  • Violett — Hurrikan Kat. 5 (≥ 252 km/h)

Wichtig: Die Skala beschreibt nur den Wind. Die größten Schäden entstehen oft durch Sturmflut und Regen — also auch ein „nur" Kat-1-Sturm kann katastrophal sein, wenn er langsam zieht.

Cone of Uncertainty einer Zugbahn

Was Du wissen solltest

Grenzen unserer Live-Alerts

Unsere Alerts sind kein Ersatz für offizielle Warndienste. Wenn Du in einer betroffenen Region lebst, halte Dich immer an die Anweisungen Deines nationalen Katastrophenschutzes — bei Hurrikans an den NHC bzw. nationale Wetterdienste, bei Erdbeben an die jeweilige Behörde.

  • Magnitude vs. Schaden: ein M5 in 200 km Tiefe ist harmlos, ein M4 direkt unter einer Stadt nicht.
  • Erste Werte sind vorläufig: Magnituden werden in den Stunden nach einem Beben oft revidiert.
  • Sturm-Zugbahnen sind Wahrscheinlichkeitsbereiche: der Cone ist groß, weil die Atmosphäre chaotisch ist — nicht weil jemand schlampig gerechnet hätte.

Direkt zu den Live-Karten

Aktuelle Erdbeben und tropische Wirbelstürme — jeweils mit Filter, Details und Quellen-Kennzeichnung.

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